Kindersegnung

Gedanken, Ideen, Impulse zur Kindersegnung

Kindersegnung Fragen und Antworten

Häufig gestellte Fragen


F: Sie wollen Ihr Kind nicht taufen lassen, aber trotzdem unter den Segen Gottes stellen?

A: Gerne komme ich zu Ihnen oder an einen Ort Ihrer Wahl (oder kann Ihnen einen Kollegen nennen). Verschiedene Symbole wie Kerze, Salböl, Segensspruch können eingebunden werden in diese feierliche und festliche Stunde. Sie können auch Paten benennen, die Ihr Kind durch`s Leben begleiten sollen. Lassen Sie uns ins Gespräch kommen, um gemeinsam einen würdigen Rahmen, den rechten Inhalt und die Beste Form für die Segnung ihres Kindes zu finden.


F: Taufe oder Kindersegnung ?

A: Die Kindersegnung hat das Leben des Kindes auf dieser Erde vor Augen. Es ist auf die Gnade und den Segen Gottes angewiesen. Die Eltern drücken ihre Dankbarkeit für das Kind aus. Sie bitten um Schutz und Bewahrung für das Kind. Deshalb bringen sie es im Gottesdienst Gott da. Der Segen Gottes wird dem Kind zugesprochen. Durch den Segen wird die Verbindung zu Gott, der Quelle des Lebens hergestellt. Es wird persönlich auch im Blick auf dies Kind deutlich, dass das Ja Gottes, seine Liebe und Güte auch diesem Kind gilt. Die Kindersegnung bezieht sich auf das Gedeihen und Wachsen der Kinder an Leib und Seele.

Jesus Christus hat seine Gemeinde beauftragt, die an ihn Glaubenden zu taufen. Die Taufe bezeugt die Umkehr des Menschen zu Gott. Deshalb sind nur solche Menschen zu taufen, die aufgrund ihres Glaubens die Taufe für sich selbst begehren. Die Taufe auf das Bekenntnis des Glaubens hin wird nur einmal empfangen. Nach der im Neuen Testament bezeugten Praxis wird der Täufling in Wasser untergetaucht. Die Taufe geschieht auf den Namen des Vaters und des Sohnes und des Heiligen Geistes: Der Täufling wird so der Herrschaft Gottes unterstellt.

Die Kindersegnung stellt den Menschen unter die grenzenlose Güte und Größe Gottes, denn auch Unmündige loben.

Durch den Vollzug der Taufe wird dem Täufling bestätigt, was ihm das Evangelium zusagt und wozu er sich vor Gott und Menschen bekennt: Jesus Christus ist auch für mich gestorben und auferstanden. Mein altes Leben unter der Herrschaft der Sünde ist begraben, durch Christus ist mir neues Leben geschenkt. Gott gibt mir Anteil an der Wirkung des Todes Jesu Christi. Er läßt auch die Kraft seiner Auferstehung an mir wirksam werden, schon jetzt durch die Gabe des Heiligen Geistes und einst durch die Auferweckung zum ewigen Leben.

Die Kindersegnung stellt die Kinder unter Gottes Segen - ohne sie ausdrücklich zu verpflichten. Sie eröffnet ihnen ein Leben unter der mitgehenden Begleitung Gottes.

Mit der Taufe lässt sich der glaubende Mensch als Glied am Leib Christi zugleich in die Gemeinschaft einer Ortsgemeinde eingliedern. Dort erkennt er seine geistlichen Gaben und Aufgaben und übt sie zur Ehre Gottes und zum Wohl der Menschen aus, dort erfährt und gewährt er Hilfe und Korrektur.

Eine Segnung ist - im Gegensatz zur Taufe auf das Bekenntnis des Glaubens - kein einmaliger Akt und bedeutet, einem Menschen Gottes Liebe zuzusprechen.